Die Sonne hatte heute ihren freien Tag, und just mit Rundenbeginn schüttete es vom Himmel, was es konnte. Burg Wernfels möchte uns den Abschied offenbar leicht machen. Nun zeigt sich der Nutzen der neuen „Monster“freilufthalle: Man kann darunter Fußball spielen und Einrad fahren. Nur hinfallen sollte man nicht auf dem groben Interimsbeton.
Da die Tischtennishalle wegen der Hallenbauarbeiten nicht gut begehbar ist, werden die Koffer und Taschen vor dem Spielsaal gelagert – mit einem ausgeklügelten System, damit auch die hinteren noch eine Chance haben, irgendwie an ihr Gepäck zu kommen.

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Anbei noch der Nachtrag zum gestrigen Tandemturnier:
Das Turnierleitungs-Schiedsrichter-Duo mit dem Teamnamen „Patttrick“ konnte seine DWZ-Übermacht von fast 500 DWZ-Punkten in einen Start-Ziel-Sieg umwandeln. Zweiter wurde das Trainer-Schülerin-Duo vom SC Bad Königshofen (Anna Bilogolovko und Trainer).
Dritte in der Gesamtwertung und Erste in der Spielerinnenwertung war das Duo „Die starken Oreos“ mit Helena Mauhs und Paula Grey.
Auf den weiteren Plätzen folgten „Nike & Athene“, ein weiteres Spielerinnen-Duo aus Sophie Zhong und Georgia-Maria Lola (2. in der Spielerinnenwertung).
Die „Taktikfüchse“ (Julia Mucke mit Papa) werden in der Gesamtwertung als Vierte geführt.
„Apfel und Ananas“ (Aditi und Anika Anaparthi), zwei weitere Spielerinnen, belegten Rang 3 in dieser Kategorie.
Alle Ergebnisse sind hier abgelegt: Tandemturnier

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U10w:
Die erste Partie der U10w war heute nach ca. 15 Minuten beendet. Renata Aliyeva unterlag der gesundheitlich stark angeschlagenen U8w-Spielerin Alexandra Movsesyan.
Alica Lachenmaier konnte Katharina Lalenko besiegen; damit hat sie alles getan, um den bayerischen Meistertitel zu erobern. Trotz des Sieges von Alicia Schaper gegen Valeriia Rudchenko konnte sie die Erstplatzierte in der Feinwertung nicht mehr überholen und fährt als Vizemeisterin zur DJEM.
Interessant ist, dass Rang 3 bis 8 punktgleich sind (4/7); auch hier entscheidet nur die Feinwertung über die Plätze. Das ist ein Zeichen dafür, wie ausgeglichen und nah beieinander das U10w-Feld war.
U12w:
Isabella Artemenko konnte in 50 Minuten und erst nach sagenhaften 50 Zügen Varvara Mandziuk, die U10-Meisterin von 2024, niederringen. Weiß hatte im 11. Zug schon eine Figur mehr und hat dann im Schnellschachmodus abgewickelt. Sophie Zhong konnte ihre Partie ebenfalls gewinnen und landete aufgrund der Feinwertung auf dem 2. Platz. Damit ist Isabella Artemenko nun Bayerische Meisterin in ihrer Altersklasse.
Den dritten Platz und damit den 3. DEM-Qualifikationsplatz belegt Miriam Gubler. Annika Giss hat (erst die Drittwertung gab den Ausschlag) leider nur den undankbaren „Blechplatz“ erreicht. Ihr bleibt aber der Weg über den Freiplatzantrag zur DJEM.
U14w:
Amelie Werner und Sara Vignesh trennten sich in der Finalrunde remis. Smrithi Suryaprakash gewinnt an Brett 2 gegen Sarah Gubler, aber es reicht ganz knapp nicht. Amelie Werner nimmt den Meistertitel in der U14w mit nach Garching. Für Smrithi bleibt der Vizetitel und die DJEM-Qualifikation.
U16w:
Mariia Averkova und Nataliya Movchan trennen sich remis und machen damit die Türe auf für Julia Schwarzfischer: Diese konnte die Option aber nicht wirklich nutzen, da ihre Partie gegen Valentina Neumeier ebenfalls remis ausging. Damit geht der Meistertitel an Mariia Averkova; Julia kann sich aber bestimmt als Vizemeisterin mit dem Qualifikationsplatz zur DJEM trösten.
U18w:
Die U18w konnte nach 75 Minuten als Erste ihre Bayerische Meisterin ausrufen. Charlotte Prokscha und Lin Englert trennten sich remis. Damit war Lin uneinholbar vorne. Elisabeth Reich konnte ebenfalls gegen Aditi Anaparthi gewinnen. Sie ist die Vizemeisterin und damit auch für die DJEM qualifiziert.
In der letzten Partie der U18w holte Willie Stettler ihren ersten halben Punkt gegen Maike Arlt. Damit haben auch in dieser Altersklasse alle Spielerinnen mindestens einen halben Punkt erobert.
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Insgesamt war es ein extremst spannendes Turnier bis in die siebte Runde hinein. Oft haben die allerletzten Partien noch Einfluss auf das Gesamtergebnis gehabt; viele Titel, Vizetitel und Qualifikationen wurden über die Feinwertung (teilweise die 2. oder 3.) entschieden:
Bayerische Meisterinnen sind:
U10w: Alica Lachenmaier (SC Garching 1980 e.V.)
U12w: Isabella Artemenko (FC Bayern München e.V.)
U14w: Amelie Werner (SC Garching 1980 e.V.)
U16w: Mariia Averkova (SC 1868 Bamberg)
U18w: Lin Englert (TV Großostheim 1900 e.V.)
Die Qualifikationsplätze für die DJEM erhalten zusätzlich:
U10w: Alicia Schaper (SK Freilassing), Yasmina Abdullayeva (SF Augsburg)
U12w: Sophie Zhong (Schach-Club Vaterstetten-Grasbrunn), Miriam Gubler (TSV Kareth-Lappersdorf)
U14w: Smrithi Suryaprakash (SF München e.V.)
U16w: Julia Schwarzfischer (SF Roding)
U18w: Elisabeth Reich (ATSV Oberkotzau)
Bereits für die DJEM vorqualifiziert:
U8w: Alexandra Movsesyan (SC Wolfratshausen 1948 e.V.), Srija Dudi (SK Germering e.V.), Sonja Giss (SC Dillingen)
U12w: Sara Vignesh (SK Germering e.V.)
U16w: Laura Sophie Bauer (SK Kelheim 1920)
Wir gratulieren allen Spielerinnen, aber vor allem natürlich den Meisterinnen, Vizemeisterinnen und Qualifizierten ganz herzlich und wünschen viel Erfolg auf der Deutschen Meisterschaft!
IHR ROCKT DAS!!!
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Anbei die vielfach gewünschte Statistik über die Schachbezirke:

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Die BSJ dankt allen Helfern:
Alisa Holzmann: Partieeingabe im Akkord & Schiedsrichterin
Ann-Kathrin Schäfer: Schiedsrichterin
Helmut Luther: Schiedsrichter
Kevin Beesk: Mädchen für alles
Kristin Braun: Turnierleitung
Patrick Wenninger: Beauftragter für Stimmung und gute Laune
Philipp Wenninger: Partieeingabe im Akkord
Sonja Klier-Prokscha: Berichterstattung
Saskia Jannicke: Gesamtverantwortung & Organisation
Danke auch allen, die sich im Vorfeld um Anmeldetool, Buchungen, Zahlungseingänge und Materialausstattung gekümmert haben, sowie allen Eltern, die dem Orgateam immer wieder an verschiedenen Stellen hilfreich zur Seite standen, z. B. beim Aufbau (Hr. Tamrazyan, Herr Schwarzfischer, Alexander), bei der Zimmerbetreuung (Tanja Werner) oder beim Abbau (einige).
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Erstmalig war das Schiedsrichter-Kabuff mit Kinderbettchen, Krabbeldecke und einem Hochstuhl ausgestattet. Einen lieben Dank an die Burg für so viel Flexibilität.

Insgesamt gilt den Mitarbeitern von Burg Wernfels wieder ein großes Dankeschön: Das Essen war reichlich und lecker, die Zimmervergabe dank einer großen Auswahl an verschiedenen Zimmergrößen gut machbar, und das Personal hat viele Sonderwünsche, die im Laufe eines Turniers so aufkommen, erfüllen können (z. B. warmes Abendessen bis 1,5 Stunden nach Speisesaalschließung, damit alle Mädchen mit überlangen Partien nicht hungrig ins Bett gehen müssen). Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr (29.03. – 02.04.2027)!
Wir schließen die Berichterstattung von der Burg damit.
In Kürze wird auf der Seite der Bayerischen Schachjugend noch ein Abschlussbericht mit Fotos von der Siegerehrung erscheinen.